•  Home
      •  News
      •  Ausstellung
         • Ausschussgerät
         • Schleudersitze
         • Fliegerbekleidung
         • Sauerstoffversorgung
         • Seenotrettung
         • Unterdruckkammer
         • Der Fallschirm
         • Panoramabilder
      •  Projekte
      •  Mitgliedschaft
      •  Sponsoring
      •  Kooperation
      •  Links
      •  Kontakt
      •  Impressum

 

Unterdruckkammer
(Hypobaric Chamber)

Höhenkammer / Klimakammer mit regulierbarem Unterdruck für labormäßig imitierten Höhenaufstieg zur Untersuchung u. Schulung des fliegenden Personals und Erforschung der Höhenwirkung.

In dieser Kammer kann der Druck mit Hilfe von Vakuumpumpen bis auf ca. 50 hPa abgesenkt werden, was einer Höhe von 20 km über NN (66000 ft) entspricht.

Damit können Effekte des Höhenaufenthaltes im Gebirge oder in Luftfahrzeugen wie Sauerstoffmangel, Druckausgleich usw. zu Ausbildungszwecken demonstriert werden (Astronauten, Piloten), aber auch in physiologischen Experimenten werden (Beispiele: Leistungsminderung unter Sauerstoffmangel, Bildung von Stickstoffblasen durch Dekompression, Induktion von alveolarer Radikalabwehr, Erythropoietin-Regulation).

Die Kammer hat:

     • 6 feste Sitzplätze mit Probanden mit O2-Atemmasken
     • für den Untersucher / Begleiter ist ein variabler Sitzplatz vorhanden
     • Die Kammer hat eine Länge von 2,80 m
     • einen Durchmesser von 2 m
     • die Schleuse hat eine Länge von 0,8 m

Sauerstoffmangel

(Lack of Oxygen)

Ein großes physiologisches Problem in der Fliegerei ist der Sauerstoffmangel. Wenn durch einen Defekt im Sauerstoffsystem der Pilot nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt wird, bleibt ihm (abhängig von der Flughöhe) nur wenig Zeit (TUC = Time of useful consciousness = nutzbare Zeit bei Bewußtsein), bevor es zu Beeinträchtigungen bis hin zur Bewußtlosigkeit kommt.

Ein Symptom der Sauerstoffmangelkrankheit ist die Euphorie. Man nimmt an, dass alles bestens läuft, auch wenn dem nicht so ist. Dies ist natürlich gerade im Flugdienst sehr gefährlich.

Jeder Mensch hat spezifische Reaktionen auf Sauerstoffmangel (Hitzegefühl, Kribbeln, Schwindel etc.), und um diese Symptome herauszufinden, führt man einen Aufstieg in der Unterdruckkammer durch.


Höhentest einer Versuchperson


In dieser Unterdruckkammer wird der Aufstieg auf 43.000 ft (rund 13.000 m) simuliert, beim Abstieg wird in etwa 25.000 ft (rund 8.000 m) die Sauerstoffmaske abgenommen und die dieser Höhe entsprechende Luft (der Sauerstoffgehalt der Luft nimmt mit zunehmender Höhe ab) geatmet. Das alles geschieht unter genauer ärztlicher Kontrolle. Nun kann jeder für sich selbst seine Symptome für Sauerstoffmangel kennen lernen, damit er im Luftfahrzeug beim Auftreten dieser Symptome weiß, dass ein Sauerstoffmangel herrscht und er sofort Gegenmaßnahmen treffen muss.

 
 
     
  Museum Flugsicherheit und Rettung e. V.  •  Summerside Avenue, Shelter C 29  •  D-77836 Rheinmünster • info@world-of-flight.de